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Hanns Eisler (1898 - 1962)

Der am 6. Juli 1898 in Leipzig geborene Komponist wuchs in Wien auf und erwarb sich seine musikalischen Kenntnisse bei Arnold Schönberg, der ihn neben Anton Webern und Alban Berg seinen begabtesten Schülern zurechnete. Eisler war österreichischer Staatsbürger, verbrachte aber den größten Teil seines Lebens in Berlin, wohin er 1925 aus Wien übersiedelte. Früh mit sozialistischen Überzeugungen aufgewachsen, schloss er sich der Arbeiterbewegung an und schrieb wegweisende Chöre und Songs für Laienchöre und die Agitprop-Bewegung. Legendären Ruhm genossen seine Konzerte mit dem Schauspieler und Sänger Ernst Busch. Jenseits des kommerziellen Musikbetriebs schrieb er für ein neues Publikum. Bis 1933 war er einer der aktivsten und radikalsten linken Künstler in Deutschland.
Mit Hitlers Machtantritt war Eisler als Sozialist und Jude doppelt gefährdet. Er ging wie zahlreiche andere deutsche Künstler ins Exil, das ihn in viele europäische Länder und dann in die USA führte.
1949 kehrte er nach Berlin zurück. In der 1949 gegründeten Deutschen Demokratischen Republik sah er eine demokratische Alternative zur geschichtlichen Entwicklung in Deutschland, die zu zwei verhängnisvollen Weltkriegen geführt hatte. Seine letzten Lebensjahre waren allerdings von Skepsis und kritischer Distanz geprägt. Hanns Eisler starb am 6. September 1962 in Berlin. Sein Ehrengrab befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, gegenüber dem seines Freundes Bertolt Brecht.


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