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EpiPente I

Orestis ToufektsisOrestis Toufektsis

Fünf (gr. επι πεντε=mal fünf ) verschiedene „Klangmodelle“ werden (nach einer Proportionsreihe) neben- und übereinander gestellt und in ihrer inneren Verwandlungsdynamik beobachtet. „Beobachtet“ werden aber nicht geplante, kontrollierte Klangmanipulationen, sondern Möglichkeiten, die sich durch verschiedene Manipulationen ergeben. Was würde man bei Verkleinerung oder ausschnitthafter Isolierung und Betrachtung durch ein quasi auditives Mikroskop sehen (hören)? Wäre dann etwas anders und - wenn ja – in welche Weise?
Antworten darauf hängen von Wahrnehmungsgrenzen und der Hörintensität ab.
Die Verwandlungsdynamik spielt sich oft auf mehreren Ebenen ab: z.B. in Klangfarbe, Zeit, Tonhöhe, Dynamik oder in der (manchmal provozierten) Unmöglichkeit einer genauen Wiederholung.
(auf)stellen. herausschneiden... von außen betrachten... hineinschauen. verkleinern... vergrößern, betrachten. drehen... betrachten, hineinschauen... anders betrachten. ändern(?)
Orestis Toufektsis.

Das Werk „EpiPente I“ entstand als Resultat der Auseinandersetzung mit einer Software, die im Rahmen eines Gastkomponistenaufenthalts von Orestis Toufektsis am IEM von Gerhard Nierhaus entwickelt wurde. Diese Software ermöglichte dem Komponisten die musikalische Auseinandersetzung mit selbstähnlichen Strukturen zur Generierung zeitlicher Proportionen.
Im Rahmen dieses Projekts wurde Selbstähnlichkeit jedoch nicht als ein starres iteratives Abbildungsprinzip gleicher Proportionen begriffen, sondern in ihrer Anwendung als ein variabel konfigurierbares System entworfen, das in erster Linie zur Realierung der künstlerischen Prämissen des Komponisten diente.
Ein wesentlicher Aspekt des Gastkomponistenaufenthalts von Orestis Toufektsis am IEM bestand in einer stetigen Auslotung des zyklischen Prozesses von kompositorischer Strategie, Implementierung und Evaluierung der künstlerischen Resultate.
Gerhard Eckel (Vorstand IEM)


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