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ROTO-SPIEGEL

Thomas AmannThomas Amann

für 6 Instrumentalisten (2008)

„Man halte einen kleinen Spiegel ohne Rahmen senkrecht auf die Photographie eines nackten Körpers und drehe oder bewege ihn gleichmäßig von der unteren Bildkante ausgehend von dem Betrachter fort. Die symmetrischen Hälften des entstehenden Bildes vergrößern sich unaufhaltsam; das Gesamtbild quillt wie in Blasen und elastischen Häuten aus dem Spalt der Symmetrie heraus, oder es schwindet, wenn der Spiegel in umgekehrter Richtung von der oberen Bildkante her sich dem Auge nähert; unaufhaltsam schrumpft das Bild (...) Vor diesem abscheulich natürlichen Geschehen verblaßt die Frage nach Wirklichkeit oder Schein der beiden Hälften; sie verschwindet an den Rändern des Bewußtseins.“
(Hans Bellmer, Die Anatomie des Bildes)


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