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Talea (1986)

Gerard GriseyGerard Grisey

Talea oder die Maschine und das Unkraut

Im Lateinischen bedeutet «Talea» Schnitt. In der Musik des Mittelalters bezeichnet dieser Begriff eine wiederholte rhythmische Struktur, der eine Tonfolge überlagert wird, die – unabhängig davon, ob sie sich mit dieser rhythmischen Struktur deckt oder nicht – ihrerseits wiederholt und «Color» (Farbe) genannt wird. Im 20. Jahrhundert findet man diese Abspaltung von Tonhöhen und Notenwerten erneut.

Die Idee des Schnitts in einer Anfangsgeste, das In-Phase und Ausser-Phasesetzen der verschiedenen rhythmischen Strukturen, ebenso wie die zweiteilige Struktur (deren zweiter Teil sehr gut «Color» genannt werden könnte) haben mich auf den Titel dieses Quintetts gebracht.


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