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sonata für Kammerensemble – Klangstück, Spielstück (2006)

Klaus DorfeggerKlaus Dorfegger

Es gibt keine außermusikalischen Hintergründe und Einflüsse, es geht nur um rein musikalische Gedanken. Wie manche abstrakte, nur mit Farbstrukturen arbeitende Bilder könnte das Stück „ohne Titel“ heißen; bei der Suche nach einem solchen fiel mir jedoch die strukturelle Verwandtschaft der Komposition mit Stücken aus einem frühen Stadium der Entwicklung der Form „Sonate“ ins Auge: In der Zeit des Frühbarock schrieben die Komponisten der Venezianischen Schule instrumentale Werke, bei denen Instrumentengruppen miteinander musizierten und in denen das musikalische Material sehr frei gehandhabt wurde. Ähnliche Prinzipien sind auch in sonata zu finden: Immer wieder werden mehrere Instrumente zu Gruppen zusammengefasst; Abschnitte mit Akkorden und Klangflächen wechseln mit polyphonen Teilen; fein ziselierte, zerbrechliche Elemente treffen auf holzschnittartige, grobe Strukturen. Weitere wichtige Aspekte sind Mikrotonalität (Vierteltöne) und die Beschleunigung bzw. Verlangsamung von Melodieverläufen.


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