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Daniel Mayer - Elliptische Variationen (2004)

Die Kombination vieler, aber für sich genommen einfacher
und bekannter (somit auch historisch konnotierter) musikalischer
Bausteine zu einem neuartigen Gebilde ist eine kompositorische
Methode, die mich seit der Beschäftigung mit strukturerzeugenden
Verfahren mittels Computer interessiert. Am Zentrum für Kunst und
Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) programmierte ich Gentlecoord,
ein Interface für Heinrich Taubes auf der Sprache Lisp basierte Open-
Source-Software Common Music*. Gentlecoord geht von der Idee aus,
Strukturgeneratoren zur Produktion von Daten für Einzelstimmen zu
verwenden. Die Koordination parallel laufender Generatoren scheint
mir dabei eine zentrale Frage zu sein, auf programmiertechnischer
Ebene taucht also das Problem der polyphonen Gestaltung auf. Der
Kompositionsprozess wird in diesem Kontext zu einem Wechselspiel
zwischen der Entwicklung einer Steuerungssyntax und der Bewertung
von Klangexperimenten, die auf der Verwendung dieser Syntax
beruhen.
Die „Elliptischen Variationen“ für Ensemble entstanden als
Variationen einer algorithmischen Steuerung. Globale Parameter wie
Tonhöhenvorräte, Verteilung rhythmischer Muster, Register, Dichte,
Richtungstendenz des Satzgefüges etc. sind von Strukturgeneratoren
gesteuert, die das Verhalten der Generatoren für die Einzelstimmen
mitbeeinflussen. Die Steuerungshierarchie und ihre Parameter sind
das Resultat einer Folge von Programmierungen, Klangexperimenten
und Modifikationen.


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