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Ganz Graz war Schau- und Hörplatz für eine neue „Oper“

Kleine Zeitung, 17.10.2005

Der Komponist Peter Ablinger und seine Interpreten wurden vom „herbst“-Publikum lautstark gefeiert.

GRAZ. Das Publikum jubelte wie nach der gelungenen Premiere einer traditionellen Oper. Es war sich seiner Rolle bewusst, die ihm Peter Ablinger im 7. Akt – eben „Das Publikum“ untertitelt – seiner „Stadtoper Graz“ zugedacht hatte. Gegenüber dem am Abend zuvor ebenfalls in der Helmut-List-Halle uraufgeführten 2. Akt, „Das Orchester“, war nicht nur die Zustimmung der Zuhörer gewachsen, kaum minder auch die Spannung im musikalischen Ablauf.

Dazu kam gewiss die Genugtuung, wenigstens zwei Teile des Auftragswerks für den „steirischen herbst“ beklatschen zu können. Die übrigen Akte von „Opera/Werke“ an verschiedenen Plätzen der Stadt durfte ja nur jeder Interessent für sich allein konsumieren. Nun kam es zum Gemeinschaftserlebnis.

Einmal mit dem von Sian Edwards dirigierten „recreation“-Orchester, das aufgefordert war, die vom Komponisten aufgenommenen (und im Konzert wiedergegebenen) Alltagsgeräusche und Klänge der Stadt gleichsam zu „übermalen“. Zuweilen blieb das Spiel der Instrumente unhörbar: Wenn minutenlang ein weißes Rauschen einsetzte, für Peter Ablinger die Summe aller Klänge.

Das Ensemble Zeitfluss Graz (Dirigenten Nassir Heidarian und Edo Micic) sowie zwei Selbstspielklaviere waren das Instrumentarium und die Begleitinstrumente für die Filme und Bilder von Edgar Honetschläger, die trotz ihrer konkreten Vorgaben der Fantasie der Zuschauer reiche Möglichkeiten boten. ERNST SCHERZER


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