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Das Ensemble Zeitfluss glänzte im Grazer Minoritensaal

Das Ensemble Zeitfluss glänzte im Grazer Minoritensaal mit vier Werken der Neuen Musik.

Attraktiv für die Ohren gestaltete sich Georg Friedrich Haas´ "Tria ex uno" nach einer Messe von Josquin Desprez, wobei die Vorlage, seltam gestaffelt, in der Einleitung auftauchte. In einem anschaulichen Gespräch der Klangfarben breitete sich Haas´ freier und virtuoser Umgang mit Formen aus: Mikrotonale Verspannungen lösten sich im Grundton, am Ende zog ein durch die Stimmen gereichtes Staccato-Motiv am Hörer vorüber wie Umgebungsbeschaffenheiten an einer fahrenden Eisenbahn.
Klanglich hervorragend geriet die Uraufführung von Joachim Jungs einprägsamen Zwölftonstück "Litanei", einer modularen Fortspinnung von unheilvoller Monotonie, in die erst am Ende neue, erzählerische Elemente einflossen. Weniger griffig Elisabeth Harniks "Open lead near shore" als geordnetes Hintereinander dissonanter Effekte, sehr heiter Franco Donatonis schrillbuntes Allerlei "Hot" mit Clemens Frühstück am Saxophon. Mit einem Tusch beschloss man den abwechslungsreichen Abend. MW

Kronenzeitung 28.3.2009


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