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14 Arten den Regen zu beschreiben

Hanns EislerHanns Eisler

Ende September 1941 begann Hanns Eisler den 1929 in Amsterdam als Stummfilm entstandenen Dokimentarfilm „Regen“ von Joris Ivens, eine filmische Studie über die vielfältigen Effekte, die Regen erzeugen kann, neu zu vertonen. Die bereits 1932 entstandene Tonfilmversion mit einer impressionistischen Musik von Lou Lichtenfeld schien Eisler nicht angemessen.
Es sollte sein bedeutendstes Werk auf diesem Gebiet werden, ein Quintett, das er „Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben“ nannte. Nicht nur die Schrecken des Krieges in Europa, die Einsamkeit in der Riesenstadt New York, die Sehnsucht nach Stille sind in diesem Werk zu hören - „Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben“ ist zugeleich eine Hommage an den Lehrer Schönberg.
Die Besetzung ist identisch mit der des „Pierrot lunaire“, gleich zu Beginn zitiert das streng zwölftönige Werk in einem musikalischen Angramm Schönbergs Initialen A-eS-C-H. Im Projektabschlussbericht schrieb Eisler: „Die Technik der modernen Kammermusik wird auf den Film angewendet. Die Musik ist wieder in der Zwölftontechnik geschrieben, die Formen entstammen jedoch nicht der musikalischen Tradition, sondern sind ganz aus dem Rhythmus und der Struktur des Bildes heraus entwickelt.“


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